Beirat Horn-Lehe beriet am 24.10. zur Situation des Horner Bades: es wird teurer und kleiner!

In der Sitzung des Beirats-Horn-Lehe am Donnerstag den 24.10.19 um 19 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde Horn, Horner Heerstr. 28, wurde über die aktuelle Situation des Horner Bades gesprochen.

Der Beirat Horn-Lehe hatte für diese Sitzung nachstehenden Fragenkatalog zur Beantwortung an das Sportamt und die Bremer Bäder GmbH versandt:

  1. Warum wurde der Beirat über anstehende Veränderungen der Bebauung des Horner Freibadgeländes nicht sofort informiert?
  2. Entspricht es den Tatsachen, dass durch die Verschiebung der Schwimmhalle nach Norden ein Flächenverlust des Freibades entsteht? – Wenn ja, in welchem Maße verkleinert sich die Nutzungsfläche? – Warum gehen bei einer Verlegung des Beckens angeblich 600 qm Liegefläche verloren? – Wie hoch sind die Kosten durch die Verlegung und wer trägt diese? – Wer ist der Eigentümer des Kabels? – Ist es möglich das Kabel zu verlegen, damit der ursprüngliche Plan beibehalten werden kann und wie wären die Kosten in diesem Fall?
  3. Wie wirkt sich die Änderung auf den Zeitpunkt der Fertigstellung des Horner Bads aus?
  4. Der Beirat bittet die zuständigen Behörden zu prüfen, ob z.B. eine Reaktivierung der Tribünenterrassen am Jan-Reiners-Weg zur Erweiterung der Liegefläche möglich ist?
  5. Sind durch die geplanten Veränderungen die Ergebnisse aus dem Bürgerbeteiligungsverfahren in Frage gestellt?

BI-Mitglied Eberhard Dengler hat die Beiratsmitglieder am 12. September – und nach ausbleibender Reaktion – erneut am 22. Oktober angeschrieben, um auf Mängel in der Ausgestaltung des umgestalteten Horner Bads hinzuweisen – er fordert einen Runden Tisch:

Sehr geehrte Beiratsmitglieder,

auf meine Hinweise zum geplanten Horner Freibad hat sich bisher kein Beiratsmitglied geäußert, deshalb bringe ich mein Anliegen noch einmal in Erinnerung.
Die Funktion des ehemalige Nichtschwimmer- Wassergewöhnungsbecken von 800 m² reduziert sich in dem geplanten Multifunktionsbecken auf ca. 125 m² bzw. 40 m².
Es sollte doch möglich sein, diese Fehlentwicklung in unserem Stadtteil anzuhalten. Ich brauch Ihnen sicherlich keine Vortrag halten, wie wichtig es ist, unseren Nachwuchs bzw. deren Eltern die Möglichkeit der Wassergewöhnung und Schwimmmöglichkeiten zur ermöglichen. Das wäre ein Beitrag unseren Stadtteil attraktiv zu gestalten.
Ich könnte mir im Rahmen eines Fachausschusses einen runden Tisch vorstellen mit:
Frau Baden GF Bädergesellschaft,
Herrn Fries, Staatsrat und Aufsichtsrat der Bädergesellschaft,
Herr Zeyfang, Sportamt als Aktenführende Stelle für das Bäderkonzept
Beiratsmitglieder.

Mit freundlichen Grüßen
Eberhard Dengler

Ferner hat er in dem Schreiben an einen Brief vom 18. August an die Beiratsmitglieder erinnert, in dem die Fehlplanung des Freibadgeländes noch genauer erläutert wird (s. Beitrag vom 5. September unten).

Der Weser-Kurier berichtete online unter der Überschrift „Horner Bad wird teurer und verspätet sich“ ausführlich über die Sitzung. Im Stadtteilkurier vom 9. Oktober wurde vorab über die Sitzung berichtet.

Stahmann beharrt auf Bäderkonzept im WK-Interview – BI Pro Unibad widerspricht

Im Weser-Kurier wurde die grüne Sportsenatorin Anja Stahmann im Interview am 14. September kritisch zum Bäderkonzept befragt – erneut kam nur eine „Basta“-Reaktion mit dem Beharren auf einem Abriss des Unibades, obwohl auch Frau Stahmann fest mit der Wiedereinführung des Sport-Studiengangs an der Universität Bremen rechnet. Am 21. September veröffentlichte der Weser-Kurier hierzu zwei kritische Leserbriefe von BI-Mitglied Eberhard Dengler und Peter Lankenau.

Baukunst? Oder kann es weg?

BDA Preise für Bremer Bauten verliehen – Ist das Kunst oder kann das weg?

So die Überschrift des Weserkuriers vom 26.02.2015.

Architektur präge die Identität der Stadt, sagt Martin Pampus, Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten Bremen.
Nur was moderne, nachhaltige Architektur ausmacht, ist nicht objektiv identifizierbar, darüber wird in der breiten Öfentlichkeit nicht diskutiert. Dass es für gute Architektur kein Bewusstsein gibt, zeigt sich am Beispiel des BDA-prämierten Sportzentrums an der Universität Bremen. Die Eigentümerin Freie Hansestadt Bremen ließ es verkommen und plant den Abriss des Sportbades.

Das ist die Fragmentierung eines prämierten Gesamt(Kunst)Werkes.

Das Bremer Zentrum für Baukultur b.zb hat die Thematik aufgegriffen und den BDA aufgefordert, am Beispiel des geplanten Sportbadabrisses in den Diskurs einzusteigen, ob prämierte Bauten der Vergangenheit (hier 1978), die den heutigen Kriterien nicht mehr standhalten, gleich abgerissen werden könnten, oder ein erhöhter Invest zum Erhalt des Bauwerkes auch ein Invest in die Baukultur dieser Stadt und somit identifikationsstiftend ist.

Hier die Stellungnahme des BDA auf diesen Link klicken.

Weitere Ausführung unter:

Weser Kurier
und
Bremer Zentrum für Baukultur b.zb