Was können Sie tun?

Wer die BI Pro Unibad unterstützen will, meldet sich über unser Kontaktformular. Wir planen weitere Protestaktionen, über die wir unsere Unterstützer*innen per E-mail informieren werden.

Wir appellieren an Sie alle, insbesondere diejenigen, die in Schwimmvereinen aktiv sind, das Thema Unibadsanierung erneut aufzugreifen. Wir haben noch die Hoffnung, das Unibad zu retten.

Schreiben Sie kritische Leserbriefe an die Medien und kritische Kommentare in den Sozialen Medien, Internetseiten der Medien etc.

Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und Ihre Ideen aufzugreifen.

Aktuelle Termine

Die Gremientermine der Bremischen Bürgerschaft, des Beirates Horn-Lehe, der Sportdeputation, des Wissenschaftsausschusses (WMDI), der Deputation für Kinder und Bildung und des Haushalts- und Finanzauschuss (HaFa) wird die BI Pro Unibad weiter in Hinblick auf eine mögliche Thematisierung des Bäderkonzeptes, der Sanierung der Uni-Sportstätten und der Wiedereinführung des Sport-Studiengangs im Auge behalten. Die Übernahme des Vorsitzes der Sportdeputation durch die oppositionelle FDP und des Haushaltsauschusses durch die CDU lässt auf die Möglichkeit kritischer Nachfragen hoffen.                                  

Weser-Kurier führt Bezahlschranke für Online-Ausgabe ein – Verlinkungen von WK-Artikeln auf dieser Homepage daher nur eingeschränkt zugänglich.


taz-Wochenendausgabe zur Bedeutung der Schwimmbäder

In der August-Wochenendausgabe stellt die taz als Petition der Woche eine Initiative, die sich für den Erhalt der Bayerischen Bäder einsetzt, vor: „Schwimmen lernen rettet Kinderleben – Schwimmbadsterben verhindern„, vor: Die Petition im Wortlaut. Die taz vom 6.8.2022 stellt außerdem das von Bürgern vor der Schließung bewahrte Elsebad vor. Eine ähnliche Initiative gab es jüngst in Blumenthal, wie der Weser-Kurier berichtete. Solches privates Engagement ist erfreulich, kann aber die kommunale Verantwortung für den Betrieb von Schwimmbädern nicht ersetzen.

Missmanagement der Bremer Bäder: Wenig am Bedarf orientierte Öffnungszeiten schmälern den Badespaß

Erst die aktuelle Hitzewelle brachte ein Umdenken: Im Weser-Kurier vom 3. August (!) heißt es:. „Wegen der aktuellen Hitze haben das Stadionbad und das Horner Bad ihre Öffnungszeiten verlängert – die beiden Bäder schließen am 3. und 4. August erst um 20 Uhr. Schloßparkbad, Freibad Westbad und Freibad Blumenthal haben bis 18 Uhr geöffnet.“

Warum haben Freibäder in Bremen im Sommer in der Regel nur bis 18 Uhr auf? Fast alle umliegenden Freibäder haben bis 20 Uhr, manche sogar bis 21 Uhr auf. Für Menschen, die erst nach Feierabend Zeit für einen Schwimmbadbesuch haben, lohnt sich dieser bei Öffnungszeiten bis 18 Uhr nicht. Mit Personalmangel ist diese wenig nutzerfreundliche Gestaltung der Schwimmzeiten kaum zu begründen, hat doch das Horner Hallenbad seit Beginn der Eröffnung im Juni diesen Jahres von Mo – Fr bis 21 Uhr auf. Wäre es nicht sinnvoll, das Freibad im Sommer bis 21 Uhr auf zu haben und das Hallenbad bis 18 Uhr? Im Winterhalbjahr, wenn das Freibad geschlossen ist, würde eine Öffnung des Hallenbades in Horn bis 21 Uhr hingegen Sinn machen.

Tag der Bürgerinitiativen am 22. und 23. April

Am 22.04. und 23.04.2022 fand der Tag der Bürgerinitiativen in der unteren Halle des Bremer Rathauses statt. Dieses ist eine Premiere für Bremen. Veranstaltet wurde dieser Tag von 17 Bremer Bürgerinitiativen und dem Bürgerverein Oberneuland. Bei den Bürgerinitiativen handelt es sich um „Stadtgestaltung Vegesack“, „Grünes St. Magnus“, „Erhalt der nördlichen Lesumwiesen“, „Oslebshausen und Umzu“, „Mobilitätsfrieden – Findorff“, „Bremer Bahnhofsplatz Initiative“, „Platanen am Deich“, „Blumenstraße“, „Kein Hochhaus im Viertel“, „Mobilitätsfrieden – Östliche Vorstadt“, „BürgerInneninitiative PROtest Kornstraße“, „Klimawald Gete-Vahr“ „Pro Unibad“, „Rennbahngelände Bremen“, „Pro Mühlenfeld“, „Querspange Ost – Nein, danke“ und „Leben im Viertel“. Die Bürgerinitiativen haben sich zusammengeschlossen, um Probleme bei der Stadtentwicklung, dem Umweltschutz und der Bürgerbeteiligung, die uns alle betreffen, gemeinsam anzugehen. Näheres zum Ablauf enthält die Pressemitteilung. Auf einem Flyer sind die Forderungen des Zusammenschlusses des Bürgerinitiativen zusammengefasst und die Kontaktdaten der beteiligten Bürgerinitiativen zu finden. Die Bürgerinitiativen hatten sich im Herbst 2021 zusammengeschlossen (siehe Beitrag unten vom 12. November 2021). Für den Tag der Bürgerinitiativen hat die BI Pro Unibad einen eigenen Flyer mit aktuellen Forderungen erstellt. In einer Erklärung haben wir die Kritikpunkte an den Bremer Regierungsparteien zusammengefasst.

BI Pro Unibad fordert Veröffentlichung von Gutachten zum baulichen Zustand des Unibades

Wie einer Bürgerschaftsanfrage zu entnehmen ist, wurde die Universität seitens der Wissenschaftsbehörde mit einem Gutachten zum baulichen Zustand im Dezember 2021 beauftragt, das im Februar 2022 fertiggestellt werden sollte. Die BI Pro Unibad fand heraus, dass das Gutachten dann im März an die Wissenschaftsbehörde weitergeben wurde. Bisher ist aber über den Inhalt des Gutachtens nichts bekannt. Die BI Pro Unibad fragte hierzu u. a. bei der SPD-Fraktion nach. Als Antwort hieß es lediglich: „Leider liegt uns das Gutachten nicht vor. Es handelt sich um ein universitätsinternes Dokument, auf das wir keinen Zugriff haben und das uns auch nicht von der Universität zur Verfügung gestellt wird.“ Die BI Pro Unibad fasste hierzu im April nach, da diese Begründung nicht nachvollziehbar ist, handelt es sich doch um ein Gutachten, dass die Universität nach Aufforderung der Senatorin für Wissenschaft und Häfen in Auftrag gegeben hat und das, wenn auch über den Haushalt der Universität, mit öffentlichen Geldern finanziert wird. Ganz abgesehen davon, dass die schwimminteressierte Bremer Öffentlichkeit ein großes Interesse an den Ergebnissen hat. Die BI Pro Unibad bleibt hierzu weiter am Ball.

BI Pro Unibad kritisiert Machbarkeitsstudie für (Wieder-)Einführung Sportpädagogik-Studiengang – Abriss der Sportstätten ist angeblich günstiger, führt aber zu massiven Verlust an Sportflächen!

BI-Mitglied Claudia Gebler vergleicht in ihrem am 10. März im Weser-Kurier veröffentlichten, leider gekürzten Leserbrief die Argumente für den Abriss des Unibades mit denen für den Abriss der Uni-Sportstätten – eine Kostenersparnis wird erneut nur vorgegaukelt, erweist sich bei genauerer Prüfung aber nicht stichhaltig. Hier der Leserbrief in vollem Umfang:

„Tendenz geht zu Neubau“

Wie sich die Bilder gleichen : In Horn entsteht eine Schwimmhalle, die wesentlich kostengünstiger im Vergleich zur Sanierung des Unibades sein sollte. Der Neubau wird aber letztendlich 3x so teuer werden und nicht annähernd Ersatz für die Wasserfläche an der Uni  bieten:  keine Trainingsmöglichkeiten mehr für Taucher, Wasserballer, Unterwasserrugby, Springer und Kanuten, nationale und internationale Schwimmwettbewerbe können nicht mehr durchgeführt werden. Das neue Kursbecken bleibt ausschließlich der Vermarktung durch die Gesellschaft für Öffentliche Bäder vorbehalten.

Jetzt also das gleiche Spiel mit den Unisportstätten. Abriß von Unihalle, Unibad und Unisportturm, neu bauen soll um 12 Mio Euro günstiger sein als eine Sanierung der bestehenden Einrichtungen! Wobei einfach mal die Berechnung der Neubauten von 3800 Quadratmetern mit den Sanierungskosten von 12500 qm verglichen werden. Das heißt wieder weniger Ergebnis für viel viel mehr Geld. Die Universität argumentiert, der zukünftige Sportstudiengang benötige nurmehr weniger an Flächen. Das kann die Uniiversität so nicht entscheiden, in den Gründungsakten der Universität wird der Sport an der Hochschule als Bindeglied zwischen Uni und Stadt festgelegt, genutzt von Schulen und Vereinen und vor allem von der Öffentlichkeit. Wegfallende Flächen können nicht anderweitg genutzt werden ohne Ersatz zu schaffen, das verlangt das Bremische Sportstättenförderungsgesetz. Was leider auch immer außen vor bleibt, ist die Berücksichtigung der baukulturellen Bedeutung des preisgekrönten Sportensembles, ebenso wie die Einberechnung der Energiebilanz von Abriss und Neubau, was einer designierten „Klimauniversität“ gut anstehen würde.

Haben die politisch Verantwortlichen nichts aus den Fehlern gelernt und verschleudern weiterhin unsere Steuergelder?