Eckhoff-Referent recherchiert Zwischenstand zu Bundesfördergeldern, die für Sanierung des Unibades eingesetzt werden können

Bei dem Treffen mit dem Vorsitzenden des Haushalts- und Finanzausschussese der Bremischen Bürgerschaft, Jens Eckhoff (CDU), mit der BI Pro Unibad am 24. Februar brachte die BI Pro Unibad mögliche Finanierungsquellen für die Unibad-Sanierung durch den Bund ins Spiel (vgl. auch Eintrag 16. Januar und 11. Februar). Eckhoff-Referent Nils Neubauer gab dazu am 11.3. einen Zwischenstand: „Für die Städtebauförderprogramme „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend, Kultur“ und „Soziale Integration im Quartier“ sind die Anmeldungen bereits abschließend erfolgt, es stehen dort also keine weiteren Gelder mehr zur Verfügung. Zum Sportstätteninvestitionsprogramm habe ich mit den Kollegen der Bundestagsfraktion Kontakt aufgenommen, die Zwischenentscheidung über ein solches Programm soll im Rahmen der Haushaltseckwerte erfolgen, welche ich in der kommenden Woche erhalten werde. Dann melde ich mich noch einmal bei Ihnen. „

BI-Mitglied Eberhard Dengler hakt zu Machbarkeitsstudie zu den Uni-Sportstätten nach – Vereine und Schulen bleiben bei der Planung außen vor!

Nachdem BI-Mitglied Eberhard Dengler am 28. Februar aufgrund Berichten zu einer Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Uni-Sportstätten eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt hatte, erhielt er am 9. März folgende Antwort aus dem Wissenschaftsressort:

Sehr geehrter Herr Dengler,

auf Ihre E-Mail vom 28.02.2020, die dem Ressort von der Abgeordneten, Frau Quante-Brandt am 29.02.2020 an das Senatorenbüro weitergeleitet wurde, möchte ich Ihnen nach hausinterner Abstimmung wie folgt antworten:

Wer ist der Auftraggeber der Machbarkeitsstudie?

Die Universität Bremen.

Wer ist der Auftragnehmer der Machbarkeitsstudie?

HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.

Wie ist der Wortlaut des Auftrages?

Die Universität Bremen (U Bremen) beabsichtigt, einen Studiengang Sport ausschließlich für das Lehramt einzurichten und benötigt dazu Flächenbedarfsermittlungen für die bedarfsgerechte Unterbringung, insbesondere für die notwendige Ausstattung mit Sporthallen, -übungsräumen und -plätzen. Die Universität möchte für diese Neugründung bestehende Sportflächen auf dem Campus nutzen und auf Basis einer externen Bedarfsermittlung durch das HIS-Institut für Hochschulentwicklung (HIS-HE) den Sanierungsumfang ihres Flächenbestandes einschätzen zu können.

Die Festlegungen für die inhaltliche Ausgestaltung des neuen Studiengangs an der U Bremen sollen durch eine Planungskommission bis zum Jahresende vorgelegt werden, so dass neben den ersten Eingangsgrößen zur Personalausstattung und zur Zahl der Studierenden der künftige Flächenbedarf in einer ersten Näherung nur über eine Reihe zusätzlicher Annahmen sowie Setzungen ermittelt werden kann. HIS-HE nutzt dafür seine Erfahrungen zum Studienfach Sport in anderen Bundesländern.

Es ist aber vorgesehen nach Abschluss des Prozesses zur Studiengangentwicklung und der Festlegung von Inhalten (z.B. Studienplan, Prüfungsordnung) auch die Bedarfsermittlung noch einmal auf notwendige Anpassungen zu prüfen und ggfs. zu aktualisieren.

Wer ist Mitglied dieser Planungskommission?

Es ist eine Arbeitsgruppe der beteiligten Ressorts Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Senatorin für Kinder und Bildung und Senatorin für Sport gebildet worden.

Wie lautet der Auftrag an die Planungskommission?

Die Arbeitsgruppe soll zeitnah ein Konzept für die Grundsanierung der Sportanlagen der Universität entwickeln. Es soll zum Zeitpunkt der einzelnen Berufungen des Lehrkörpers für die Kandidat*innen der Professuren bereits sichtbar werden können, dass die für den Studiengang notwendigen Sportanlagen zeitnah zur Einrichtung des Faches hergerichtet werden. Dazu ist die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie ein geeignetes Mittel. Die Machtbarkeitsstudie sollte die für die Nutzung durch einen künftigen Studiengang Sport erforderlichen Sanierungen nebst erforderlichen realistischen Mittelbedarf abdecken und für eine Gesamtsanierung die Bedarfe des Schulsports und des Vereinssports nebst erforderlichen realistischen Mittelbedarfen gesondert ausweisen.

Welche Vereine sind in dieser Planungsgruppe vertreten?

Die Senatorin für Sport tritt für die Interessen der Sportvereine ein.

Ist der Landessportbund in der Planungsgruppe einbezogen?

Die Senatorin für Sport wird ggf. in geeigneter Weise den Landessportbund einbeziehen.

Ist Verein für Hochschulsport e.V. beteiligt?

Nein. Nach § 4 Abs. 7 des bremischen Hochschulgesetzes fördern die Hochschulen in ihrem Bereich den Sport.

Welche Schulen sind in der Planungsgruppe eingebunden?

Derzeit sind die  Schulen sind nicht eingebunden. Sobald eine solide Datenlage hinsichtlich der Ausgangslage, der Übergangslösung und der perspektivischen Erfordernisse im Rahmen der Schulstandortplanung bestehen und eine ganzheitliche Bedarfsplanung erarbeitet wurde, wird mit den betroffenen Schule gesprochen und das Vorgehen abgestimmt.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

I.              A.

Manfred Schütte-Thuy

Freie Hansestadt Bremen

Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen

Abteilung 2 – Hochschulen und Forschung

Referat 20 Ressourcen und Service

DLRG zieht Bilanz: 2019 gab es weniger Badetote – aber: Kein Grund zur Entwarnung, da die Zahl der Nichtschwimmer steigt

Am 6. März berichtete der Weser-Kurier über die Bilanz der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG). Dass die Zahl der Badetoten in 2019 gesunken ist, führt die DLRG hauptsächlich auf kühle und stürmische Tage inmitten von Hitzepersioden zurück, so dass weniger Menschen in Seen schwammen. Dennoch warnt der DLRG, dass die Anzahl der Nichtschwimmer steigt: „Bis zu ein Viertel aller Grundschulen bieten nach DLRG-Erkenntnissen keinen Schwimmunterricht mehr an, weil ihnen kein Bad zur Verfügung steht. Entsprechend lang seien die Wartelisten ausbildender Verbände, ein bis zwei Jahre müsse man sich mitunter gedulden, um einen Schwimmkurs zu belegen. Die Folge: „Mehr als jeder zweite Grundschulabsolvent ist kein sicherer Schwimmer mehr.““

Uni-Sportstätten sind bedeutsam für umliegende Schulen wie die Oberschule Ronzelenstraße und die Oberschule Rockwinkel – Überblick über Belegung der Sportstätten für März angekündigt

In einem Bericht des Weser-Kurier vom 27. Februar über die Oberschule Rockwinkel wird die Bedeutung der Uni-Sportstätten auch für diese Schule deutlich. In dem Artikel heißt es dazu: „Auch die Uni-Sporthalle ist perspektivisch eine unsichere Kandidatin. Wie lange sie noch für den Schulsport zur Verfügung stehen wird, steht laut Udo Stoessel aktuell noch nicht fest. „Wir haben hier ein Riesenproblem“, räumte der Ressortmitarbeiter ein. Aktuell sei man dabei, sich einen Überblick über die Belegung der Sportstätten zu verschaffen, um abschätzen zu können, was künftig noch gewährleistet werden kann. „Wir wollen das Problem so zügig wie möglich lösen“, versicherte er. Es würden vielfältige Szenarien durchgespielt, eine konkrete Aussage könne das Ressort allerdings erst für den kommenden Monat zusagen. „

Bürgerschaft am 25.02.20: Regierungsmehrheit lehnt Anträge der CDU und der FDP zu den Uni-Sportstätten ab – ressortübgreifende Arbeitsgruppe will Konzept für Uni-Sportstätten erabeiten

Der Weser-Kurier berichtet bezüglich der Reaktion auf Anträge der CDU und FDP in der Bürgerschaft am 25.02. folgendes:

„Noch im März soll es Klarheit über das Ausmaß der Schäden an den Sportstätten der Universität geben und erste Schätzungen, ob Sanierung oder Abriss und Neubau das bessere Mittel sind. Eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe mit Vertretern der Häuser Sport, Bildung und Wissenschaft will demnächst einen Plan vorlegen. Das berichteten Olaf Zimmer (Linke) und Mustafa Öztürk (Grüne) während der Debatte zu zwei – letztlich abgelehnten – Anträgen von FDP und CDU.

Beide Oppositionsfraktionen hatten darin jeweils Konzepte zur Zukunft der Sportstätten gefordert, die Liberalen darüber hinaus eines für den Neubau eines Leistungs- und Wettkampfzentrums als „Leuchtturm für den gesamten norddeutschen Raum“, wie es Birgit Bergmann, Sprecherin der Fraktion für Bildung und Sport, formulierte. Marco Lübke, sportpolitischer Sprecher der CDU, forderte, dass es möglichst schnell einen auch mit den Akteuren, also Hochschul-, Wettkampf- und Schulsport, abgestimmten Plan geben müsse. „Es kann nicht sein, dass der Sport in Bremen darunter leiden muss, dass die Einrichtungen kaputtgespart worden sind“, sagte er. Hochschulsport zu ermöglichen, sei ein gesetzlicher Auftrag der Universität, somit also funktionierende und intakte Hallen und Plätze „keine Frage der Sinnhaftigkeit, sondern der Wertschätzung“. Das gelte im Besonderen angesichts der Tatsache, dass Bremen künftig seine Sportlehrer wieder selbst ausbilden will; die Wiederaufnahme des Sport-Studiengangs ist im Koalitionsvertrag beschlossen.“

Obwohl BI-Mitglied Eberhard Dengler der FDP-Sprecherin Birgit Bergmann, die nicht aus Bremen stammt, im Vorfeld des bereits im Dezember eingebrachten Antrages für einen Neubau der Sportstätten versucht hatte, die architektonisch-baukulturelle Bedeutung wie auch die gegenüber einem Neubau deutlich kostengünstigere Sanierung der Sportstätten zu verdeutlichen, wurde der FDP-Antrag jetzt im Februar erneut in die Bürgerschaft eingebracht. Schade, dass Frau Bergmann nicht sieht, dass die Uni-Sportstätten inklusive Unibad bereits jetzt ein überregionaler Leuchtturm sind, der unbedingt erhalten werden muss!

Treffen von BI ProUnibad und CDU am 24. Februar

Am Montag, den 24.2.2020 trafen sich BI-Mitglieder mit Jens Eckhoff, Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses, und Marco Lübke (CDU), um sich bei ihnen über die aktuellen Haushaltsplanungen insbesondere bezüglich des Sportetats und der Sanierung des Uni-Sportstätten zu informieren und zu hören, wie sich die CDU zum Erhalt der Sportstätten stellt. Derzeit sieht es eher nicht danach aus, dass hier höhere Kosten im Haushalt kalkuliert sind. Eckhoff sagte zu, mit der BI diesbezüglich in Kontakt zu bleiben. Außerdem wies die BI Pro Unibad auf mehrere Bundesprogramme hin, die auch für die Sanierung von Schwimmbädern genutzt werden können, worauf etwa im Sportauschuss des Bundestages in Zusammenhang mit der DLRG-Petition zur Rettung der Bäder hingewiesen wurde, s. Eintrag vom 16. Januar. Nils Neubauer, Referent von Jens Eckhoff, sagte diesbezüglich eine Recherche zu. Fazit: Wir sind auf der ganzen Linie auf offene Ohren gestoßen und haben den Eindruck, dass die CDU sich auch weiterhin für den Erhalt der Sportstätten inklusive Unibad einsetzen wird.

Der Präsident des Landessportbundes fordert mehr Geld – Bund plant Sportstätteninvestitionsprogramm für 2021

Am 11. Feburar berichtete der Weser-Kurier über Befürchtungen des Präsidenten des Landessportbundes, Andreas Vroom, bei den laufenden Haushaltsverhaltungen nicht mehr Geld für den Sport zu bekommen. In dem Bericht wird auch über ein geplantes Bundesprogramm zur Sanierung von Sportstätten berichtet: „Der Bund will vom kommenden Jahr an Tausende von Sportstätten in Deutschland sanieren, modernisieren oder neu bauen. Dafür soll ein Sportstätteninvestitionsprogramm aufgelegt werden. „Nach meinen Informationen werden entsprechende Mittel in den Haushaltsplanentwurf für 2021 von Bundesinnenminister Horst Seehofer eingesetzt“, sagte Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag.“

Bund der Architekten fordert: Umbau vor Neubau!

Die Architekturprofessorin Ulrike Mansfeld von der Hochschule Bremen wies auf in einem Interview mit dem Weser-Kurier im Wirtschaftsteil vom 10.2. zum Thema „Wie Bremen eine nachhaltige Zukunftsstadt werden kann“ auf ein Positionspapier des Bundes Deutscher Architekten (BDA) zum Thema Nachhaltigkeit mit dem Titel „Das Haus der Erde“ hin. Darin heißt es u.a.: „Der Qualität der Architektur und des Bauens kommt eine grundsätzliche Bedeutung zu. Erst ein Gebäude, das sich aufgrund seiner architektonischen Qualität über Jahrzehnte in der Nutzung bewährt und damit die derzeit wirtschaftlich kalkulierte Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren bei weitem übersteigt, wird dem Nachhaltigkeitsgedanken gerecht und ist im Sinne der Gesellschaft werthaltig. “ Weiter heißt es:

„Bauen muss vermehrt ohne Neubau auskommen. Priorität kommt dem Erhalt und dem materiellen wie konstruktiven Weiterbauen des Bestehenden zu und nicht dessen leichtfertigem Abriss. Die „graue Energie“, die vom Material über den Transport bis zur Konstruktion in Bestandsgebäuden steckt, wird ein wichtiger Maßstab zur energetischen Bewertung sowohl im Planungsprozess als auch in den gesetzlichen Regularien. Wir brauchen eine neue Kultur des Pflegens und Reparierens.“

Die architektonische Qualität des Unibades ist definitiv erhaltenswert und sein Erhalt wäre ein Beitrag zur Nachhaltigkeit!