Wichtige aktuelle Termine

Aktionen in naher Zukunft

Was können Sie tun?

  • Wir planen weitere Protestaktionen, über die wir unsere Unterstützer*innen per E-mail informieren werden.
  • Wir appellieren an Sie alle, insbesondere diejenigen, die in Schwimmvereinen aktiv sind, das Thema Unibadsanierung erneut aufzugreifen. Die Bagger sind noch nicht angerollt. Wir haben noch die Hoffnung, das Unibad zu retten.
  • Schreiben Sie kritische Leserbriefe an die Medien und kritische Kommentare in den Sozialen Medien, Internetseiten der Medien etc.
  • Es gibt noch immer die Möglichkeit, am Online-Protest teilzunehmen
  • Sie können Folder (Vorderseite, Rückseite)  und Aufkleber verteilen
  • Wir laden Sie auch ein, soweit noch nicht geschehen, unsere Sattelschoner für einen Unkostenbeitrag von 2 Euro zu erwerben. Je mehr Fahrräder damit in der Stadt zu sehen sind, um so wirkungsvoller die Werbung für unsere Sache.
  • Wer die BI Pro Unibad unterstützen will, meldet sich über unser Kontaktformular.
  • Folgen Sie uns auf Facebook und liken und verbreiten Sie Beiträge: www.facebook.com/RettetdasUnibadBremen/

Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und Ihre Ideen aufzugreifen.

15. Oktober 2018

Diskussionsveranstaltung mit Senatorin Stahmann am 17. Oktober 2018 zum Thema:

Die Zukunft des Westbades im Rahmen des Bäderkonzepts – Möglichkeiten und Grenzen

Die Planungen aus dem Bäderkonzept für das Waller Westbad sind in jüngster Zeit immer wieder Gegenstand öffentlicher Debatten gewesen. Die jüngst erforderlich gewordene Neuausschreibung war dabei gelegentlich mit dem Wunsch verbunden, die bisherigen Planungen, die auf einem breit angelegten Beteiligungsprozess aus dem Jahr 2014 beruhen, zu überarbeiten. Über den aktuellen Sachstand sowie Möglichkeiten und Grenzen der Bürgerbeteiligung im weiteren Verfahren möchten Sozial- und Sportsenatorin Anja Stahmann und Martina Baden, Geschäftsführerin der Bremer Bäder GmbH, mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutieren. Ort der Veranstaltung am Mittwoch, 17. Oktober 2018, ist das Nachbarschaftshaus Helene Kaisen, Beim Ohlenhof 10, Beginn ist 19 Uhr. Auf dem Podium vertreten sein wird auch Stephan Oldag, Präsident des Landeschwimmverbandes.

Die Veranstaltung ist sicher auch eine gute Gelegenheit, mit  Frau Stahman nochmal grundsätzlich über das Bäderkonzept ins Gespräch zu kommen. Die Argumente für die Neuplanung des Westbads – wachsende Stadtteile mit wachsenden Bedarf – gelten schließlich genauso für die Stadtteile, die an das Horner Bad und Unibad angrenzen.

10. Oktober 2018

Schwimmen ist Wahlkampfthema – eine Chance, das Bremer Bäderkonzept zu kippen!

Die SPD will den Eintritt für Kinder massiv senken (s. unten Eintrag 4. Oktober) und die Grünen wollen bereits die Zweitklässler zum Schulschwimmen schicken. Trotzdem halten sie am Bäderkonzept fest und verschleudern Steuergelder, die anderweitig besser eingesetzt werden könnten (z.B. Sanierung Westbad):

Am 10. Oktober veröffentlichte der Weser-Kurier unsere Stellungnahme zu den Vorschlägen von SPD und Grünen:

Erhöhung der Schwimmfähigkeit und ggf. auch Anfragen zum Verhältnis Unibad-Universität sind Thema der nächsten Sportdeputation am 30. Oktober um 16 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben):

Die Fraktion DIE LINKE in der Bremer Bürgerschaft hat auf unsere Anregung hin folgende Anfragen an die Sportdeputation gerichtet:

„Es gibt zurzeit unterschiedliche Informationen darüber, welcher Institution, der Stadt oder der Universität, das Unibad tatsächlich gehört. Teils entsteht der Eindruck, dass das Unibad mit Gebäude und Grundstück sich im Eigentum der Universität befindet. Anderen Informationen zufolge soll das Unibad nach wie vor der Stadt gehören und der Universität nur „zur Nutzung“ übergeben worden sein. In dem Fall wäre das Unibad Eigentum der Stadt, die Universität wäre nur befugter Benutzer. Wir bitten um Auskunft, welche dieser beiden Versionen die korrekte ist.

Außerdem bitten wir um Auskunft, ob die Universität bereits konkrete Pläne zur Nachnutzung des Unibad-Gebäudes bzw. (nach Abriss) des Geländes hat. Gerüchten zufolge soll die Universität für Gebäude und Gelände trotz intensiver Prüfung keinen eigenen Verwendungszweck gefunden und dem Technologiepark das Gelände zum Kauf angeboten haben. Wir wüssten gerne, ob dies zutreffend ist oder nicht.“

Wir sind gespannt auf die Antworten. Die nächste Sitzung der Sportdeputation ist am 30. Oktober, die Tagesordnung wird in der Regel erst kurzfristig vorher veröffentlicht. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor; wir können jetzt allerdings noch nicht mit Sicherheit sagen, ob das Thema tatsächlich auf die Tagesordnung gelangt. Das erfahren wir erst kurzfristig.

Bei der Sportdepuationssitzung am 30. Oktober soll auch die vom Sport– und Bildungsressort vorbereitete Vorlage „Konzept zur Erhöhung der Quote der sicheren Schwimmerinnen und Schwimmer im Lande Bremen“ vorgestellt werden. Die Deputation für Sport soll die Vorlage bei dieser Sitzung beraten und beschließen; es ist eine öffentliche Sitzung und Sie können gerne als Gäste zur Sitzung kommen. Wir gehen davon aus, dass Zuhörer im Anschluss die Möglichkeit haben, die Deputierten zu fragen, warum einerseits mehr Kinder schwimmen lernen sollen und andererseits die Schwimmflächen gemäß Bäderkonzept immer weiter reduziert werden.

Offensichtlich um sich im Wahlkampf zu profilieren, hat die Regierungspartei Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN zwei Fragenkomplexe  für die Fragestunde in der Bremischen Bürgerschaft am 06.11.18 eingereicht. Auch hierzu sind Sie herzlichst eingeladen. Der erste Fragekomplex fordert vom Senat eine Stellungnahme zu der Idee, Eintrittspreise an den Bremer Bädern zu senken, um die Schwimmfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen zu erhöhen, der zweite Fragenkomplex fragt den Senat nach einer Bewertung von Vorschlägen, den Schwimmunterricht in der Grundschule von der 3. auf die 2. oder 1. Klasse vorzuziehen und die Schwimmzeiten pro Schwimmbadbesuch zu erhöhen.

Leider bleibt bei der Diskussion um eine Erhöhung der Schwimmfähigkeit die Frage, ob angesichts eines zunehmenden Bedarfs bei einer wachsenden Bevölkerung das Bremer Bäderkonzept nicht längst überholt ist, bisher außen vor. Schon jetzt sind die Wartelisten für Schwimmkurse sehr lang.

Vor diesem Hintergrund ist die zwischenzeitliche Schließung des an das Unibad angrenzenden Studiobades skandalös (s. auch weiter unten Eintrag vom 4. September) . Der Verein für Hochschulsport konnte nur per Gerichtsbeschluss durchsetzen, dass die Universität das Bad soweit instand setzt, dass es ab Oktober wieder für Schwimm- und Wassergymnastik-Kurse genutzt werden kann. Leider zeigt sich auch hier sehr deutlich, dass die Universität bezüglich der Instandhaltung der Sportanlage, dessen Kernstück das Unibad ist, wenig Interesse am Erhalt des Ensembles zeigt, obwohl es auch als Standortvorteil für Studienbewerber und Mitarbeiter gesehen werden könnte. Die Universität zählt zwar gesellschaftliche Verantwortung zu ihren Leitzielen, dennoch schenkt die Unileitung der wichtigen Funktion des Unibades für die umliegenden Stadtteile, die Schulen und Vereine keinerlei Beachtung. Umso interessanter werden die Antworten auf die zuvor genannten Anfragen der Linken sein.

Die BI Pro Unibad hat Mitte November einen Termin mit dem CDU- Bürgermeisterkandidaten, Herrn Carsten Meyer-Heder. Unser erneuter Versuch, beim derzeitigen Bürgermeister, Dr. Sieling, einen Gesprächstermin zu bekommen, ist gescheitert. Man weigert sich, die Neuausschreibung des Westbades als Aufschnüren des Bäderkonzeptes anzusehen. Stephanie Dehne (Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, SPD) hat uns versprochen, wegen eines Termins mit Herrn Sieling noch einmal nachzuhaken.

04. Oktober 2018

Die SPD schlägt eine Senkung des Schwimmbad-Eintritts für Kinder vor, wie im Weser-Kurier berichtet wird. Die Bürgerinitiative ProUnibad begrüßt den Vorschlag der Bremer SPD, für Kinder und Jugendliche künftig einen stark vergünstigten Eintritt in die Schwimmbäder für nur noch einen Euro anzubieten, um hierdurch regelmäßige Schwimmbadbesuche zu fördern. Dieses Konzept geht allerdings nur auf, wenn der rot-grüne Senat die weitere Umsetzung seines Bäderkonzeptes sofort stoppt und dafür sorgt, dass es nicht zu einer weiteren Reduzierung der ohnehin zu knappen Wasserflächen in Bremens Bäderlandschaft kommt. So sieht das Konzept beispielsweise den Wegfall von separaten Nichtschwimmerbecken bei der für das Horner Bad geplanten neuen Schwimmhalle sowie für den Freibadteil vor, was am dortigen Standort zu einer Verkleinerung der Wasserflächen von über 50 Prozent führen würde. Wenn der SPD-Vorschlag mehr als nur ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver darstellen soll, muss der Senat sofort handeln und auch die infrastrukturellen Voraussetzungen in den Stadtteilen dafür schaffen, dass mehr Schulkinder als bislang das Schwimmen erlernen. Die BI ProUnibad bekräftigt in diesem Zusammenhang erneut ihre Forderung nach einer Revision des Bäderkonzeptes. Durch die Sanierung von Unibad und Horner Bad könnten unseren Berechnungen zufolge mehrere Millionen Euro Haushaltsmittel gespart und zudem die vorhandenen Wasserflächen beider Bäder erhalten werden. Es liegt nun an den Regierungsparteien SPD und Grüne, diese Vorschläge endlich ernsthaft zu prüfen, bevor die Bagger beide Schwimmbäder dem Erdboden gleichmachen.

Zum Vorstoß der SPD  erschienen am 7. Oktober auch kritische Leserbriefe im Weser-Kurier:

14. September 2018

Die BI Pro Unibad hat dem Präsidenten des Landessportbundes (LSB), Andreas Vroom, der bisher bedauerlicherweise das Bäderkonzept verteidigt, angeschrieben. In dem Brief an den LSB werden alle drei von der Koalition gegen den Unibaderhalt ins Feld geführten Gründe –  die Einsparung, die Nichtsanierbarkeit und der Eigentumstitel der Universität – im Detail widerlegt.

13. September 2018

Am 13. Sept. 2018 fand in der Geschäftsstelle des Landessportbundes (LSB) ein Informationstreffen statt, bei dem Eberhard Dengler zum Tagesordnungspunkt Bäderkonzept einen Vortrag gehalten hat. Er umfasste im Wesentlichen die drei Aspekte

  • Das Unisportbad ist sanierbar!
  • Die Schwimmvereine sind über den Tisch gezogen worden!
  • Die Wirtschaftlichkeit des Neubaus ist im Vergleich zur Unibadsanierung nicht nachgewiesen!

Die im Anschluss stattfindende lebhafte Diskussion zeigte, dass bei vielen Schwimmern großer Unmut herrscht über die Art und Weise, wie das Bäderkonzept damals verabschiedet worden ist. Herr Dengler hat auf Wunsch des LSB über den Inhalt des Vortrags ein Skript verfasst, welches von ihm nicht nur an den Vorsitzenden, Herrn Vroom, sondern auch an die Schwimmvereine geschickt wurde.

12. September 2018

Kinder lernen zu spät schwimmen, das Angebot an Schwimmkursen reicht nicht, und die Kosten sind für einige Eltern zu hoch – so beschrieb Stephan Oldag, Präsident des Landesschwimmverbands, die Situation in Bremen bei einer Diskussionsveranstaltung der Grünen in der Bürgerschaft.  Dennoch hat sich der Landesschwimmverband mit dem Bäderkonzept arrangiert – obwohl hierdurch weitere Schwimmflächen verloren gehen! Offenbar fürchten die Schwimmvereine, dass ohne ihre Zustimmung zum Bäderkonzept noch weitere Einschränkungen erfolgen.  Bei der Diskussionsveranstaltung kritisierte der Verein für Hochschulsport auch die Schließung des Studiobades (s. unten). Auch die DLRG kritisiert in Zusammenhang mit der zunehmenden Anzahl von Badetoten Bäderschließungen.

04. September 2018

Das Verwaltungsgericht hat die Universität per Eilentscheid dazu verurteilt, das neben dem Unibad liegende Studiobad des Vereins für Hochschulsport ab Beginn des Wintersemesters wieder zu öffnen. Die Studiobad-Kurse während der Semesterferien mussten kurzfristig abgesagt werden, weil die Universität sich weigerte, die Chlordosierungsanlage zu reparieren. Während der Sommerschließzeit wurde nur die Anlage des Unibades instandgesetzt, das seit Mitte August wieder geöffnet hat. Im Studiobad finden neben Wassergymnastik-Kursen auch Schwimmkurse für Kinder statt, die wegen der günstigen Preise stark nachgefragt sind.

Näheres ist der Pressemitteilung des Bremer Verwaltungsgerichts zu entnehmen.

01. September 2018

Die BI Pro Unibad nutzte die Abschiedsfeier für das Horner Bad am 1.9. für eine Protestaktion in Form einer Trauerfeier. Ein Trauerspalier mit Transparenten begleitete die Besucher, dazu wurde eine Moritat aufs Horner Bad gesungen und eine Trauerrede gehalten. Butterkuchen wurde als Beerdigungskuchen verteilt.


Ortsamtsleiterin Inga Köstner beim Durchmarsch


…der traditionelle Butterkuchen zur Stärkung für den weiteren Kampf für den Erhalt des Uni- und Horner Bades.

Leider wurde in der Berichterstattung von buten un binnen und im Weser-Kurier nicht auf die inhaltliche Zielrichtung unseres Protests eingegangen, dagegen haben wir protestiert.  Dass das Bäderkonzept keineswegs auf auf Akzeptanz trifft, zeigen Kommentare in der Online-Ausgabe des Weser-Kurier. Schreiben Sie Leserbriefe dazu!

29. August 2018

Am Dienstag, den 28.08.18 war das Bäderkonzept zentrales Thema in der Bremer Bürgerschaft. Die CDU hat eine Aktuelle Stunde „Planung statt Wahlkampf- Bäderkonzept sachgerecht überarbeiten“ beantragt und Die Linke hat in einen Antrag „Westbad an gestiegene Bedarfe anpassen“ gestellt.  Bei der vorhergehenden Fragestunde wurden am Ende auch Fragen zur Kostenentwicklung des Westbades gestellt. Wir haben unsere Initiative offiziell zu der Sitzung angemeldet und verfolgten aufmerksam die Debatte. Überraschend stellte die Regierungskoalition einen Antrag ‚auf den letzten Drücker‘, wie die Opposititon wiederholt bemerkte, für eine Neuplanung und eine bessere Ausstattung des Westbades.

Anlässlich der Bürgerschaftssitzung wurde bei Bremen Eins ein Radiobeitrag gesendet, bei dem sich auch BI-Mitglied Stefan Quaß äußert. Ein Bericht zur Bürgerschaftssitzung erschien am 28.08.18 auch im Weser-Kurier und ein Fernsehbeitrag bei buten un binnen

Audio-Aufzeichnung der Bürgerschaftssitzung vom 28.08.2018 (Aktuelle Stunde ab Minute 1:05)

Ähnliche Kritik wie der Neubau des Horner Bades erfährt auch der Neubau des Westbades: Am 21. August wurde in der  Sportdeputation über Sachstand zum Neubau des Westbades berichtet. Vor der Sitzung hat der Gesundheitstreffpunkt West Bürgermeister Sieling rund 1300 Unterschriften aus Gröpelingen übergeben, die ein „zukunftsorientiertes kinder- und familienfreundliches Bad“ fordern.  Herr Sieling hat zugesagt, sich für die entsprechende Beteiligung der örtlichen Nutzergruppen an der Neuplanung einzusetzen. Dabei könnten die Gelder, die durch Sanierung von Horner Bad und Unibad eingespart werden, gut für einen angemessenen Ausbau des Westbades genutzt werden!  Weitere Informationen zum geplanten Neubau des Westbades und eine Stellungnahme der BI Pro Unibad finden Sie weiter unten unter dem Datum 28.06.2018.

Ein ausführlicher Bericht zur Sportdeputation ist im Weser-Kurier vom 22.08.2018 erschienen.

20. August 2018

Bei buten un binnen erschien am 20.08.18 ein Beitrag über die Arbeit der BI Pro Unibad und die sich bereits jetzt abzeichnenden Kostensteigerungen des bisherigen Bäderkonzeptes.

18. August 2018

Auf der Sitzung des Horner Beirats hat die Geschäftsführerin der Bremer Bäder, Martina Baden, eine große Abschiedsfeier für das Horner Bad am 1. September (Beginn 12 Uhr)  angekündigt – für uns kein Grund zum Feiern!

Die Kritik am Neubau des Westbades – ähnlich wie beim Horner Bad ist hier eine Verkleinerung der Schwimmflächen geplant – reißt nicht ab.  Der Sportverein Tura Bremen und der Gesundheitstreffpunkt West haben sich in einem offenen Brief an die Sportsenatorin gewandt. Weitere Informationen zum geplanten Neubau des Westbades und eine Stellungnahme der BI Pro Unibad finden Sie weiter unten unter dem Datum 28.06.2018.

Uwe Szerbakowksi schreibt in seinem am 17.8.18  veröffentlichten Leserbrief an den Weser-Kurier: „Hinter vorgehaltener Hand wird der Neubau Horn von der Mehrheit der schwimmsporttreibenden Vereine als „Anfang vom Ende“ bezeichnet!“

16. August 2018

Auf der Sitzung des Beirats Horns am 16.8. stellte Frau Baden die Pläne für die Halle und den Freibadteil für den Neubau des Horner Bades vor. Geändert haben sich daran nur Kleinigkeiten. Das Bad wird ab 1. September für die Bauzeit von zwei Jahren geschlossen. Der Abriss soll im Oktober/November erfolgen, zeitgleich mit den Ausschreibungen.

In der Halle wird es ein Kursbecken, jedoch keinen Kinderbereich geben. Die Mehrkosten für den Bau des Kursbeckens bezifferte Frau Baden mit 1,8 Millionen. Diese Kosten sind im ursprünglichen Kostenvergleich, in dem behauptet wurde, die Sanierung des Unibades sei zu teuer, nicht enthalten. Ein Kinderbereich ist nur im Freibadteil vorgesehen. Das Multifunktionsbecken soll vielfältige Bedürfnisse befriedigen. Das ist nur mit einer Reihe zeitlicher Einschränkungen und Abtrennungen möglich. Sie behindern die sportlichen Schwimmer, denen nicht einmal die drei 50 m-Bahnen garantiert sind.

Widersprüchliche und ausweichende Angaben gab es zur Frage, wieviel Personen in die neue Schwimmhalle passen bzw. für wieviele Zuschauer Platz ist. Diese Frage ist entscheidend in Hinblick auf die Austragung überregionaler Schwimmwettbewerbe: Das Unibad ist auf 800 Personen ausgelegt, die neue Schwimmhalle in Horn auf 199 Personen.

Hnsichtlich der angeblichen Bürgerbeteiligung bei der Planung des Neubaus des Horner Bades  wiesen wir darauf hin, dass der zentrale Punkt der neuen Schwimmhalle auf dem Gelände des Horner Bades ja völlig aus dem Beteiligungsverfahren herausgehalten wurde – echte, ergebnisoffene Bürgerbeteiligung sieht anders aus!  Die Verkleinerung der Schwimm- und Liegeflächen dürfte kaum als Wunsch geäußert worden sein!

Auf die Frage der BI Pro Unibad an den Vertreter der Linken, warum er im Bauauschuss für den Bauantrag gestimmt habe, verschlug es ihm erst mal die Sprache. Obwohl er versicherte, für den Erhalt des Unibades zu sein, konnte er sein Abstimmungsverhalten im Bauausschuss nicht plausibel erklären.

Bei der gut besuchten Beiratssitzung wurden zahlreiche Nachfragen gestellt, die zeigen, dass das Bäderkonzept auf viel Kritik stößt.

Fotographische Impressionen von der Beiratssitzung

Anlässlich der Beiratssitzung erschien in der Ausgabe der taz Bremen der Artikel „Das Unibad ist sanierbar.

Bericht im Stadtteilkurier vom 20.8.18 zur Sitzung des Horner Beirats

09. August 2018

SPD, Grüne und Linke treten Bürgerbeteiligung mit Füßen: Bauausschuss des Horner Beirat entscheidet über Bauantrag zum Neubau des Horner Bades unter Ausschluss der Öffentlichkeit!

Bei der Durchsetzung ihres umstrittenen Bäderkonzeptes ist SPD und Grünen offenbar jedes Mittel recht. Nachdem es monatelang gedauert hat, bis die Bremer Bäder dem Beirat Horn-Lehe endlich den Bauantrag für ihre Neubaupläne des Horner Bades inklusive der geplanten Ersatzschwimmhalle für das Unibad zugeleitet haben, musste nun binnen weniger Tage auf Biegen und Brechen alles ganz schnell gehen. Was ist geschehen? Ohne Rücksprache mit der zuständigen Ausschusssprecherin hatte das Ortsamt den Tagesordnungspunkt „Planungsrechtliche Vorstellung des Bauvorhabens Neubau einer Schwimmhalle und Sanierung/Neubau des Freibades (Horner Bad)“ auf die Tagesordnung der Sitzung des Bauausschusses  am 09. August gesetzt, obwohl Sprecherin Dr. Birte Eckardt (CDU) bereits Ende Juli beim Ortsamt beantragt hatte, die Beratung des Bauantrages aufgrund des öffentlichen Interesses im Rahmen der Beiratssitzung am 16. August zu behandeln. Die Sprecherin, ihr Stellvertreter Ulf-Brün Drechsel (FDP) sowie Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro Unibad“ beschwerten sich daraufhin beim Ortsamt über diese Vorgehensweise und bemängelten, dass zu einem derart bedeutsamen Thema nicht so kurzfristig eingeladen werden könne.

Nach einigem Hin- und Her verständigten sich Sprecherin und Ortsamt schließlich darauf, die Behandlung des Bauantrages nun doch auf die Beiratssitzung zu verschieben und es bei einer informellen, nichtöffentlichen Vorab-Vorstellung ohne Votum im Ausschuss am 09.08. zu belassen. Doch das schien den Vertretern von SPD und Grünen offenbar nicht zu schmecken. Auf der nichtöffentlichen Ausschusssitzung setzten sie ungeachtet der getroffenen Absprache kurzerhand eine Abstimmung durch und winkten den Bauantrag mit Unterstützung der Linken mehrheitlich durch. Die noch am gleichen Abend vom Ortsamt verschickte Einladung zur Beiratssitzung am 16. August mit dem Haupttagesordnungspunkt „Informative Vorstellung des Neubaus einer Schwimmhalle in Horn“ wirkt angesichts dieser Vorgehensweise wie ein schlechter Scherz. Die Vorgehensweise von SPD, Grünen und Linken ist gegenüber der Öffentlichkeit nicht nur absolut unfair, sondern dient zugleich als ein Musterbeispiel dafür, wie man Politikverdrossenheit schürt. Bevor der Bevölkerung das Wort gegönnt wird, hat man im Bauausschuss bereits Fakten geschaffen. Die interessierte Öffentlichkeit wird dabei nicht zum ersten Mal für dumm verkauft. Bereits das vorgeschaltete Bürgerbeteiligungsverfahren zum Umbau des Freibadteils erwies sich als Farce, denn maßgebliche darin von Teilnehmern eingebrachte Forderungen wie den Verzicht auf die geplante Halbierung der Wasserfläche wurden von den Bremer Bädern und der zuständigen Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) mit dem Kostenargument von vornherein in den Wind geschlagen. Nach den jüngsten Ereignissen verfestigt sich der Eindruck, dass sich SPD und Grüne im Beirat Horn-Lehe in erster Linie als verlängerter Arm ihrer Koalitionsfraktionen in der Bürgerschaft und nicht als Stadtteilvertreter verstehen. Dass sich die „Oppositions“-Partei Die Linke hierbei ein weiteres Mal selbst zum Erfüllungsgehilfen dieses fragwürdigen Politikverständnisses degradiert hat, macht die Sache nur noch schlimmer. Wir dürfen uns diese Arroganz der Verantwortlichen nicht länger gefallen lassen.

(Einige Details des Bauantrages sind dem Artikel des Stadtteilkuriers vom 13. August 2018 zu entnehmen.)

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07. August 2018

Mitglieder der BI Pro Unibad nutzten die  Bürgersprechstunde der Bundestagsabgeordneten Sarah Ryglewski von der SPD am Di 7. August  am Horner Bad,  um sie zu fragen, was sie von dem Bremer Bäderkonzept hält.  Sie bot an, in ihrer Fraktion von der Kritik an den senatorischen Plänen und unseren Bedenken zu berichten und will versuchen, einen Gesprächstermin mit maßgeblichen Leuten der SPD, z.B. Frau Rosenkötter, und der BI Pro Unibad zustande zu bekommen. Sie selbst würde auch gern teilnehmen, soweit es ihre Termine erlauben. Das muss natürlich schnell passieren, denn Mitte September sollen die Bagger beim Horner Bad anrücken.

05. August 2018

In Zusammenhang mit der Neuausschreibung des Westbad-Neubaus hat der sportpolitische Sprecher der FDP, Peter Zenner, die Position der BI Pro Unibad unterstützt:  Es kristallisiere sich heraus, dass das Unibad für den Schwimmsport „weiterhin die beste und preiswerteste Lösung“ sei,  so ist der Sonntagsausgabe des Weserkurier vom 5.8.2018 zu entnehmen. Eine Stellungnahme der BI Pro Unibad zum Westbad finden Sie unten beim Eintrag vom 28.06.2018.

In der „buten und binnen“-Sendung vom 5. August zum Thema abnehmende Schwimmfähigkeit bei Kindern beklagt die Trainerin Saskia von Tungeln lange Wartezeiten für Kinderschwimmkurse und zuwenig Wasserzeiten für Kurse.  Umso fragwürdiger, dass die Schwimmflächen nach den Planungen des Bremer Bäderkonzeptes weiter eingeschränkt werden sollen!

02. August 2018

Die Bremer Bäder kündigen im Stadtteilkurier vom 2.8.18 an, dass das Unibad wieder regulär nach der Sommerpause ab 13. August öffnet. Zwischenzeitlich war zu befürchten, dass das Bad aufgrund von Reparaturarbeiten länger geschlossen bleibt. (Siehe Eintrag unten vom 28.06.2018).

15.07.2018

Bemerkenswerte Parallelen bei der Fehlplanung bezüglich des Neubaus von Westbad und Horner Bad führen zu anhaltender Kritik am Bäderkonzept, wie aus dem am 15.7. in der Sonntagsausgabe des Weserkuriers veröffentlichten Artikel  hervorgeht. Weitere Informationen zum geplanten Neubau des Westbades und eine Stellungnahme der BI Pro Unibad finden Sie weiter unten unter dem Datum 28.06.2018.

12.07.2018

Bericht im Stadtteilkurier am 12. Juli zur Stellungnahme der BI Pro Unibad: Höhere Kosten bei kleinerem Angebot: Initiative Pro Unibad sieht Abriss des Unibades und Neubau des Horner Bades weiterhin kritisch

Der Artikel fasst die untenstehende Stellungnahme der BI Pro Unibad sehr gut zusammen.

Stellungnahme zum Artikel „Stahmann widerspricht Initiative Pro Unibad“ im Weserkurier/Stadtteilkurier vom 28. Juni 2018

Im Stadtteilkurier des Weserkurier wurde über unseren Informationsspaziergang am 10. Juni berichtet.  Leider wurde in dem Artikel über die Konsequenzen für das Horner Bad, dessen Wasser- und Liegeflächen durch den Bau der neuen Schwimmhalle nahezu halbiert werden,  nicht berichtet. Gerade an den heißen Tagen der letzten Wochen wurde deutlich, dass das neue Bad mit nur einem Kombibecken, das sich Schwimmer und Nichtschwimmer teilen müssen, und lediglich drei 50 m-Bahnen dem Andrang nicht wird standhalten können. Bisher kann man auch an warmen Tagen mit gutem Besuch dennoch schwimmen, das wird dann nicht mehr der Fall sein. Die heutige Attraktivität der großzügigen Anlage, die auch Bremerinnen und Bremer aus anderen Stadtteilen und dem Umland anlockt, geht damit völlig verloren.

Sportsenatorin Anja Stahmann nahm die Berichterstattung im Weserkurier zum Anlass einer Reaktion, in der Behauptungen aufgestellt wurden, die einer kritischen Überprüfung nicht stand halten:

– Vermischung der Zahlen  des Schwimmhallenneubaus und der möglichen Einsparung durch die Unibadsanierung: Frau Stahmann nimmt Bezug auf Zahlen, die im Bericht zum Informationsspaziergang genannt werden, aber offenbar auf Missverständnissen des Reporters beruhen. Sie kommen nicht von der Bl Pro Unibad. So beziehen sich die von der BI Pro Unibad genannten 10 Millionen nicht auf die Kosten für den Umbau des Horner Bades, sondern auf die gegenüber dem aktuellen Bäderkonzept durch die Sanierung des Unibades möglichen Einsparungen, die für eine Ertüchtigung des Waller Bades genutzt werden könnten. Näheres ist der Pressemitteilung zum Informationsspaziergang der BI Pro Unibad zu entnehmen.

– Frau Stahmann sagt aus, dass „schon immer“ parallel zum Simply Swimming-Modell eine konventionelle Schwimmhalle berechnet worden sei. Man muss allerdings wissen, dass 2014 einzig Simply Swimming zum Zwecke der Durchsetzung des Bäderkonzepts in Öffentlichkeit, Beiräten und Vereinen vorgestellt wurde. Von der 5 Mio. teureren (und realistischeren) Variante war zunächst nicht die Rede. Hätte sie von vornherein zur Debatte gestanden, wäre das Bäderkonzept nicht so leicht als sparsamer gegenüber der Sanierung darzustellen gewesen. Als sich nach kurzer Zeit Simply Swimming tatsächlich als nicht umsetzbar erwies, war das Bäderkonzept beschlossene Sache, und nun wurde unauffällig das Kombibad ins Spiel gebracht. Die angesetzten 5 Mio. € Mehrkosten gingen dann in den allgemeinen Kostensteigerungen auf.

– Frau Stahmann behauptet, für einen Teil der Kostensteigerungen des Bäderkonzeptes seien Wünsche des Beirats Horn-Lehe bezüglich der Verkehranbindung verantwortlich. Die von der BI Pro Unibad genannten Kostensteigerungen beziehen sich auf die Zahlen des im letzten Herbst erneut vom  Senat beschlossenen Bäderkonzeptes. In der Vorlage der Senatorin für die Sitzung des Senats am 12.09.2017 werden die Kostensteigerungen für die Verkehrsanbindung damit begründet, dass der Bau der neuen Schwimmhalle aus stadt- und verkehrsplanerischer Sicht wegen des Besucherverkehrs durch das verkehrsberuhigte Gebiet Vorstraße sonst nicht  genehmigt werden könne. Diese Maßnahme ist also kein Zugeständnis an die Wünsche des Horner Beirates, der dies natürlich auch gefordert hat, sondern schlichtweg eine Notwendigkeit, die vorher in der Planung übersehen worden war.

– Frau Stahmann unterstellt, die BI Pro Unibad habe behauptet, dass es im Neubau des Hallenschwimmbades auf dem Gelände des Horner Freibades keine 50 m-Bahnen mehr gäbe. Das ist abwegig und niemals von uns oder von jemand anderem, der auch nur einigermaßen informiert ist, behauptet worden. Wir haben allerdings darauf hingewiesen, dass im Freibadteil nur noch drei 50m-Bahnen vorgesehen sind. Der Kinderbereich und die Spielfelder werden wegfallen. Schwimmer und Nichtschwimmer müssen sich mit der halben Wasserfläche in einem einzigen Multifunktionsbecken arrangieren.

Die aktuell geplante Schwimmhalle fasst maximal 200 Personen gegenüber 800, die sich im Unibad aufhalten dürfen. Somit ist keine mit dem Unibad vergleichbare Wettkampftauglichkeit gewährleistet.

– Frau Stahmann behauptet, die Erreichbarkeit von Unibad und Horner Bad sei vergleichbar, obwohl das Unibad mit der Straßenbahn und das Horner Bad nur mit dem Bus, der eine deutlich geringere Taktung als die  Straßenbahn aufweist, erreichbar ist.

– Frau Stahmann behauptet, die Argumentation der Einsparung von Steuermitteln durch Sanierung des Unibades sei polemisch, da die kalkulierten Kosten von 18 Mio Euro Sanierungsaufwand für das Unibad von 2014 nicht die seither aufgetretenen Kostensteigerungen berücksichtigten. In der oben bereits erwähnten Senatsvorlage geht sie selbst jedoch noch im September 2017 von einer Summe von 18,3 Mio. Euro aus, die als Fortschreibung des Sanierungsbedarfes des Unibades bezeichnet werden. Nicht erwähnt wird, dass die BI Pro Unibad die im Gutachten genannte Zahl bereits seinerzeit als deutlich zu hoch angesetzt kritisiert hat und Vorschläge vorgelegt hat, die Sanierung des Unibades für weniger als 18 Mio zu realisieren.

– Die im Bäderkonzept angegebene Lebensdauer eines Bades von 35 bis 40 Jahren ist willkürlich. Es lassen sich zahlreiche Beispiele für die erfolgreiche Sanierung von Schwimmhallen finden (z. B. Osterholz-Scharmbeck, Aachen, Hamburg).

– Frau Stahmann argumentiert, dass die Universität aus Wirtschaftlichkeitsgründen die Sanierung nicht für gerechtfertigt hält; das Unibad könne nicht mehr als Bindeglied zwischen Bremern und Universität fungieren, da die Universität das Unibad nicht mehr nutze. Leider wird die unselige Konstruktion, dass Grundstück und Gebäude des Unibades in der Verantwortung der Universität liegen, die Bremer Bäder hingegen Betreiber sind, von Frau Stahmann in keiner Weise in Frage gestellt. Das Unibad war nie ausschließlich für die Nutzung durch die Universität vorgesehen, trotzdem trägt die Universität die Hauptlast der Unterhaltungskosten, obwohl es sich bei ihr nur um eine Nutzergruppe unter mehreren handelt. Allerdings liegt der Verdacht nahe, dass die der Universität Bremen vom Land für den Unterhalt zugewiesenen Mittel teilweise für andere Zwecke genutzt wurden, was zum Sanierungsstau beim Unibad beigetragen hat. Das Unibad und die Unterhaltskosten  sollten vom Land oder den Bremer Bädern übernommen werden, denn der Erhalt des Unibades für die Allgemeinheit (u. a. auch Schulen und Vereine) ist eine öffentliche Aufgabe!

– Abgesehen davon gibt es ernstzunehmende und berechtigte Forderungen nach einer Wiedereinführung des stark nachgefragten Sportstudiengangs und nach der Einrichtung einer Sportschule in Horn – beides würde von einem Erhalt des wettkampftauglichen Unibades sehr profitieren.

– Die von  Frau Stahmann betonte „breite, gesellschaftliche und politische Mehrheit“ für das Bäderkonzept steht auf tönernen Füßen – vielen ist nicht bewusst, dass das Bäderkonzept gegenüber den bisherigen Schwimmbadangebot erhebliche Einschränkungen für alle Nutzergruppen mit sich bringt – und das bei deutlich höheren Kosten im Vergleich zu der Sanierung der bisherigen Bäder.

– Frau Stahmann behauptet, die Aussage der BI Pro Unibad, die Betriebskosten des sanierten Unibades seien geringer als die der neugebauten Schwimmhalle, sei falsch. Unsere Angabe zur Höhe der Betriebskosten ist aus den Zahlen des Bremer Sportamtes zu den Kosten des bisher unsanierten Unibades hergeleitet. Bei dessen Angaben zu den Energie-und Wasserkosten des neuen Bades bleibt bisher unberücksichtigt, dass das Unibad an die Energieversorgung der Universität angeschlossen ist. Diese kann aufgrund sehr günstiger Tarife die Energiekosten vergleichsweise kostengünstig decken. Dieser Kostenvorteil entfiele für den Neubau der Schwimmhalle in Horn. Der Bremer Senat hat es leider unterlassen, für ein saniertes Unibad  eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung anfertigen zu lassen.

Wir fordern ein aktuelles, unabhängiges Vergleichsgutachten, dass die Sanierungskosten, die Neubaukosten und die zu erwartenden Betriebskosten unter Zugrundelegung der derzeitigen Pläne und Preise gegenüberstellt.

– Die Aussage der Sportsenatorin  „lieber das Geld in den Neubau zweier Bäder zu stecken, als es bei der Instandhaltung zweier maroder Bäder scheibchenweise zu versenken“ führt dazu, stur am Bäderkonzept festzuhalten. Im Westbad ist der Fall ja bereits eingetreten, dass neu geplant werden muss aufgrund von mangelhaften Prüfungen der Bodenverhältnisse. Fakt ist, dass die Bäder für deutlich weniger Geld sanierbar sind, als für Neubauten benötigt wird. Die neue Halle auf dem Gelände des Horner Bades wäre nur ein absolut unzulänglicher Ersatz für das Unibad mit dessen Möglichkeiten für alle Wassersportarten. Sowohl das umgebaute Horner Bad als auch die die neue Schwimmhalle sind vom Raumangebot und den Nutzungsmöglichkeiten nicht annähernd vergleichbar mit dem Unibad und dem Horner Freibad. Kurz gefasst steht das Bäderkonzept für deutlich eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten bei deutlich höheren Kosten. Diese Form der Steuerverschwendung im Haushaltsnotlageland Bremen sollte auch nicht-schwimmende Steuerzahler empören! Es wird Zeit, das Bäderkonzept in Frage zu stellen!

28.06.2018

Wegen Verzögerungen beim Bau des Westbades wird das Unibad voraussichtlich ein Jahr länger bis 2022 in Betrieb bleiben.

Diskussion um Verzögerungen des Westbad-Neubaus – Stellungnahme der BI Pro Unibad

Nachstehend zwei Links, über die Sie die wesentlichen Informationen abrufen können:

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-westbadneubau-in-bremen-verzoegert-sich-um-ein-jahr-_arid,1728390.html

https://www.weser-kurier.de/suche_cosearch,tura+und+westbad.html

Die Stellungnahme der BI Pro Unibad dazu:

Wir bedauern sehr, dass auch im Bremer Westen ein Bad geplant ist, dass den Interessen seiner zukünftigen Nutzer nicht gerecht wird, weil offensichtlich die finanziellen Ressourcen nicht ausreichen. Würde man auf den Neubau einer Schwimmhalle im Horner Bad verzichten und stattdessen das Unibad sanieren, ließen sich 10 Mio. Euro einsparen, die man für einen großzügigeren Ausbau des Westbades zur Verfügung hätte. Wir verstehen nicht, warum diese Option von der Bädergesellschaft und dem Senat nicht in Betracht gezogen wird. Sie würde sowohl den Schwimminteressierten im Bremer Westen als auch im Bremer Osten bestmögliche Bedingungen garantieren.

Verzögerungen beim Neubau des Westbades zeigen, dass auch hier Kostenrisiken liegen, die bisher nicht einkalkuliert wurden

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Bädergesellschaft für die Sanierung des Unibades einen 25%igen Risikoaufschlag eingerechnet hat, während dieser Risikozuschlag bei den Neubauten unterlassen wurde – was sich nun rächt…. Ähnliches kann übrigens bei der Sanierung des Horner Freibades ebenfalls noch passieren. Nach Schilderung von Frau Baden, Geschäftsführerin der Bremer Bäder, ist beabsichtigt,  das neue Freibecken auf die vorhandenen Fundamente aufzusetzen. Bei dieser Vorgehensweise übernimmt kein Bauunternehmer die Gewährleistung, da er das Risiko der alten Fundamente nicht einschätzen kann, so wie es im Westbad deutlich geworden ist.

28.01.2018

10.000.000,00 € Mehrkosten für den Neubau ist kein Anlass, dass der Rechnungshof den Fall aufnimmt. Der Rechnungshof untersucht erst Vorgänge, wenn sie in den Brunnen gefallen sind. Auf Grund dieser Weigerungshaltung des Rechnungshofes hat die Bürgerinitiative an die Präsidentin Frau Sokol einen Brief geschrieben…hier klicken.

20.11.2017
EIN FALL FÜR DEN RECHNUNGSHOF ?

JA! Die Prounibadinitiative hat mit Datum 15.11.2017 eine Eingabe beim Bremer Landesrechnungshof eingereicht. Die Eingabe besteht aus einem „Gegengutachten“, das nachweist, dass das Uni-Sportbad auch für ca. 10,- Mio € sanierbar ist!
Klick | hier geht’s zum Gegengutachten
Klick | hier der Brief an  den Landesrechnungshof
Klick | hier die Kostenentwicklungsgrafik, Stellungnahme der Architektenkammer, Stellungnahme Bund der Architeken, Stellungnahme bremer zentrum für baukultur.

Kostenentwicklung Standort Horn

Auf dieser Grafik ist die Kostenentwicklung am Standort Horn ersichtlich. Die ursprünglich angesetzten Sanierungskosten des Unibades werden in der 2. Planungsphase zum Horner Bad bereits überstiegen. Das Westbad ist hier nicht berücksichtigt. Bei Erhalt des Unibads können im Westbad die Kosten für Sprunganlage und Tauchbecken zusätzlich entfallen.

Bremen verliert mit der Schließung des Unibads nicht nur ein Schwimmbad mit diversen Nutzungsmöglichkeiten, sondern mit der Veränderung des Horner Bads auch ein familienfreundliches Freibad.

Bremer Bäder feiern Geburtstag

Bremer Bäder feiern Geburtstag 17.02.2017 | 3:36 Min. | Quelle: Radio Bremen

Die Bremer Bäder Gesellschaft ist der Betreiber des Unibads, die Universität Hausherrin. Die Zuständig- und Verantwortlichkeiten bleiben ungeklärt.

Die Bäderkultur in Bremen hat bereits mit der Schließung des Zentralbades gelitten. Diese Entscheidung war für viele Bremer ein Fehler. Das Dezimieren der Bäderkultur wird sich mit der Schließung des Unibads wiederholen. Fast alle Wassersportarten haben ohne Trainingsmöglichkeiten in großen Bädern keine Überlebenschance.

Aktivisten kämpfen für das Unibad

Unibad wieder geöffnet 08.08.2016 | 3 Min. | Verfügbar bis 08.08.2017 | Quelle: Radio Bremen

Fast ein Jahr lang war das Unibad dicht wegen Reparaturarbeiten. 1,1 Millionen Euro mussten für eine neue Lüftungsanlage und Dachpappe investiert werden. Weiter saniert wird nicht, weil das Bäderkonzept vorsieht das marode Sportbad mit 50-Meter-Bahn spätestens in fünf Jahren zu schließen.

Baukunst? Oder kann es weg?

BDA Preise für Bremer Bauten verliehen – Ist das Kunst oder kann das weg?

So die Überschrift des Weserkuriers vom 26.02.2015.

Architektur präge die Identität der Stadt, sagt Martin Pampus, Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten Bremen.
Nur was moderne, nachhaltige Architektur ausmacht, ist nicht objektiv identifizierbar, darüber wird in der breiten Öfentlichkeit nicht diskutiert. Dass es für gute Architektur kein Bewusstsein gibt, zeigt sich am Beispiel des BDA-prämierten Sportzentrums an der Universität Bremen. Die Eigentümerin Freie Hansestadt Bremen ließ es verkommen und plant den Abriss des Sportbades.

Das ist die Fragmentierung eines prämierten Gesamt(Kunst)Werkes.

Das Bremer Zentrum für Baukultur b.zb hat die Thematik aufgegriffen und den BDA aufgefordert, am Beispiel des geplanten Sportbadabrisses in den Diskurs einzusteigen, ob prämierte Bauten der Vergangenheit (hier 1978), die den heutigen Kriterien nicht mehr standhalten, gleich abgerissen werden könnten, oder ein erhöhter Invest zum Erhalt des Bauwerkes auch ein Invest in die Baukultur dieser Stadt und somit identifikationsstiftend ist.

Hier die Stellungnahme des BDA auf diesen Link klicken.

Weitere Ausführung unter:

Weser Kurier
und
Bremer Zentrum für Baukultur b.zb